I am tyler Durden

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Hangover

Was ist überhaupt ein Kater?

Ein Kater entsteht durch Wasser- und Mineralienentzug (Alkohol hemmt das antidiuretische Hormon, man läuft geradezu aus) und durch Überladung mit schwer abbaubaren Fuselölen, Phenolen, Aromastoffen usw. aus den alkoholischen Getränken. Letzte werden teilweise auch durch die Lunge und Schweiß ausgeschieden. Das zusammen ergibt die typischen Symptome: Kopfschmerzen, Krankheitsgefühl, Kreislaufschwankungen, unangenehmer Körper- und Atemgeruch. Die Alkoholabbaufähigkeit der Leber lässt mit zunehmendem Alter nach, man kann sie aber auch trainieren. Je häufiger und mehr man trinkt, desto mehr Alkohol abbauende Dehydrogenase produziert die Leber. Das sollte man aber eher nicht anstreben, denn auch die Leber kann ermüden.

Nie auf nüchternen Magen trinken

Der Alkohol und seine Abbauprodukte rasen quasi ungedämpft in den Körper. Man wird schneller betrunken und hat einen wesentlich stärkeren Kater zu erwarten.

Fettreiche Mahlzeit vorher

Dadurch wird die Resorption von Alkohol verlangsamt, man verträgt mehr und kann mehr abbauen, während man trinkt. Auch der alte Trick mit der Dose Ölsardinen vor dem Trinken funktioniert meist gut. Aber Obacht: wer zuviel Schweres vorneweg zu sich nimmt, muß später schneller erbrechen. Wie so oft im Leben ist der Mittelweg der Beste.

Wasser

Alter Trick vom Barpersonal: zu jedem Drink die gleiche Menge Wasser. Erstens wird der Alkohol verdünnt und man verträgt mehr. Zweitens wird dem Flüssigkeits- und Mineralienverlust entgegengewirkt. Nachteil: man muss dauernd auf die Toilette.

Sauberer Stoff

Je mehr Zusatzstoffe, Zucker, Aromastoffe usw. im Drink sind, umso größer die Gefahr eines Katers. Auch edle, alte Cognacs und Whiskys sind voller Zusatzstoffe, die sie aus den Holzfässern ziehen. Das veredelt zwar den Geschmack, macht aber auch mehr Katersymptome. Zuckerhaltige Mischgetränke wie z. B. Cola-Rum sind überaus gefährlich; bunte, womöglich siruphaltige Cocktails sind der Antichrist. Faustregel: je heller der Alkohol, desto weniger Fuselöle. Ausnahmen: Gin (ätherische Öle aus dem Wacholder), Sambuca (anishaltig, ganz schlimm). Der sauberste Drink überhaupt ist Wodka, durch die meist mindestens dreifache Destillation ist das sozusagen reiner Alkohol in Trinkstärke. Auch Korn ist vertretbar. Bei den weicheren Getränken ist Weißwein besser als roter (welcher zwar gesünder ist, aber auch Phenole aus Holzfässern beinhaltet), am saubersten sind hochwertige Sekte oder Champagner. Bier nimmt eine Sonderstellung ein: die Gärprodukte können zu Katersymptomen führen, aber durch den relativ niedrigen Alkoholgehalt wird der Alkohol nur langsam zugeführt, während der Körper schon wieder abbaut. Insofern ist der reine Bierkater meist nicht so schlimm.

Isotonische Sportgetränke

(z. B. Powerade) sind stark mineralhaltig und wirken damit dem Salz- und Wasserverlust entgegen. 500 ml vor dem Zubettgehen und am Morgen danach mildern Katersymptome wirksam. Gibt es in jedem Supermarkt oder an der Tankstelle, schmecken nur kalt. Der Profi hat 1-2 Flaschen im Kühlschrank.

Aspirin

(z. B. ASS plus Vitamin C Brausetabletten) vor dem Zubettgehen (beste Wirksamkeit) oder am Morgen danach. Verringert die Wasserausscheidung, mildert Kopfschmerz und Krankheitsgefühl. Aspirin-Abkömmlinge wie Diclofenac, Ibuprofen oder Celecoxib funktionieren oft noch besser. Vorsicht bei empfindlichen Magen.

Wenn es doch passiert – Katertherapie

Salzreiche, nicht zu fetthaltige Speisen, viel Flüssigkeit (bevorzugt isotonisch s. o.), Spaziergang an der frischen Luft, viel Schlafen, Aspirin (s.o.), Sex (steigert den Stoffwechsel und damit den Alkoholabbau, überschwemmt mit Glückshormonen). Manche schwören auf leichte alkoholische Getränke: Klassiker ist die salz- und mineralienhaltige Bloody Mary, andere bevorzugen ein „Stützbier“. Wenig bekannter Geheimtipp aus Schottland: „Hair of the Dog“: Doppelter Whiskey mit je 1 EL Honig und Sahne. Theorie: Wenn du vom Hund gebissen wurdest, iss ein Haar von ihm, dann heilt die Wunde ab.
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Seht Ihr – so einfach ist das. Diesen Text dürft Ihr gerne verwenden/verlinken oder einfach vor dem nächsten Fest nochmal nachlesen. Parallel dazu vielleicht aber auch nochmal diese Seite hier besuchen. Und getreu dem Motto “Jede Freude ohne Alkohol ist aufgesetzt!” – immer alles in Maßen, guten Durst!